(1) Herkömmliche Strang-Präparation
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REACH

Abwanderung der chemischen Salze während des Trocknungsprozesses bei der Strangpräparation (Vergrößerte Darstellung)

Nach dem Flechten werden die Rohdochte in Stränge von je ca. 8,8 kg gewickelt. Ungefähr 150 dieser Stränge (insgesamt ca. 1.320 kg) werden in einen Behälter, dem die Chemikalien beigefügt sind, getaucht. Diese Chemikalien bestehen aus verschiedenen Salzen; die Zusammensetzung ist absolutes Geheimnis eines jeden Dochtherstellers.

Nach dem druckunterstützten Saugprozess, der ca. ½ Stunden dauert, wird jede Charge zentrifugiert. Da Baumwolle ca. 100 % Feuchtigkeit aufnehmen kann, werden 80 % der Chemikalienlösung (ca. 211 Ltr. pro Charge) während des Zentrifugierens als Abfall ausgeschieden; nur ca. 20 % bleiben im Docht.

Die nassen Dochtstränge, die nun noch 20 % der Chemikalienlösung enthalten, werden auf Stäbe aufgebracht und in Trockenkammern mit Heißluft getrocknet. Dieser Prozess dauert 12 - 20 Stunden. Da die Salze in der Lösung der Feuchtigkeit folgen, kristallisieren sie erst, wenn die Feuchtigkeit vollkommen verdunstet ist.

Durch das Gesetz der Schwerkraft zieht die Feuchtigkeit in den unteren Teil der Stränge, so daß in diesem Bereich die Salze möglicherweise mit einer etwas höheren Konzentration kristallisieren. Deshalb ist bei der Strangpräparation keine absolut gleichmäßige Verteilung der chemischen Salze im gesamten Docht gegeben.

   
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